Jahrestagung 2021 des Dachverbands Gemeindepsychiatrie e.V.

"Ambulante Krisendienste realisieren – Komplexleistungen der Gemeindepsychiatrie sichern" am 4. und 5. November 2021 (online)

 

Einladung

Nicht nur seit der Coronapandemie und ihren Folgen wissen wir, dass eine psychische Krise jeden Menschen treffen kann, unabhängig von Alter, Bildung, Beruf, Herkunft und sozialem Status. Wer in eine solche Krisensituation gerät, braucht möglichst schnelle und gut vernetzte Hilfen.

Der Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. und seine Mitstreitenden sind überzeugt: Wir müssen neue Wege gehen, um vernetzte und jederzeit verfügbare Hilfen bei komplexen Problemlagen in allen Regionen Deutschlands zu erreichen.

Aufsuchende ambulante Krisenhilfen stellen eine der zentralen Forderungen Psychiatrie-Erfahrener und ihrer Angehörigen sowie des psychiatrischen Hilfesystems dar – gemeindepsychiatrische Träger haben an vielen Orten Deutschlands immer wieder versucht, diesen Bedarf zu decken. Die Bundesländer Bayern und Berlin zeigen, dass dies auch in der Fläche geht. Großflächig organisiert, politisch gewollt, hinreichend finanziert, fachlich getragen, partizipativ alle beteiligend, evaluiert und insgesamt gutgeheißen.

Unsere Jahrestagung hat darum zwei thematische Schwerpunkte:

Am ersten Tag geht es um den Aufbau und die bundesweite regelfinanzierte Etablierung von ambulanten Krisendiensten unter Einbeziehung von Peer-Expert*innen. Vertreter*innen unterschiedlicher gemeindepsychiatrischer Träger stellen regional etablierte Good-Practice-Modelle zu Krisendiensten vor. Dabei stehen der bayrische Krisendienst und seine Verknüpfung mit gemeindepsychiatrischen Trägern in einem besonderen Fokus. Hören Sie, was die stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Pflege des bayrischen Landtags sagt, was die beteiligte Arbeiterwohlfahrt berichtet, was die Leitung des Krisendienstes beim Münchener Projekteverein an Erfahrungen hat sammeln können, wie Psychiatrieerfahrene und Angehörige den Krisendienst „live“ erleben, entweder, weil sie in ihm mitarbeiten oder ihn selbst in Anspruch genommen haben. Ebenso werden die Konsequenzen der aktuellen Sozialrechtsänderungen für die vorhandenen und künftigen Krisendienste in Vorträgen und Workshops vorgestellt.

Am zweiten Tag stehen „Komplexleistungen“ im Mittelpunkt: gut vernetzte, aufeinander abgestimmte, individuell passgenaue Hilfen „wie aus einer Hand“, die dem Bedarf und den Bedürfnissen von Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihren Angehörigen gerecht werden. Die Organisation und Finanzierung der sozialrechtsübergreifenden komplexen Hilfen berührt Betroffene, Angehörige und Anbieter gemeinsam.

Wir freuen uns daher sehr, dass in einem die Tagung beschließenden Town Hall Meeting Vertreterinnen und Vertreter aller politischen Parteien zu einer Diskussion über politische Umsetzungsstrategien zur Verfügung stehen.

Wir freuen uns auf Sie und auf eine gemeinsame intensive Diskussion zu diesen beiden Zukunftsthemen ambulanter gemeindepsychiatrischer Hilfen.

Nils Greve, Vorsitzender
Birgit Görres, Geschäftsführerin

Wann
04.11.2021, 12:00 Uhr bis 05.11.2021, 14:30 Uhr
Standort
Deutschland
Teilnahmegebühren
Teilnahmegebühr
Regulärer Tagungsbeitrag € 200,00
Tagungsbeitrag für Mitgliedsorganisation des Dachverbands Gemeindepsychiatrie € 150,00
Tagungsbeitrag für Angehörige, Bürgerhelfer, Studenten (mit Nachweis) € 50,00